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- LINKEDIN · IMAGESince 20 Oct 2026
Irgendwann habe ich mich gefragt: Mache ich das eigentlich, weil ich es wirklich will - oder weil ich gelernt habe, dass ich es muss? Das war für mich keine ganz einfache Frage. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Arbeit und Leistung immer eine große Rolle gespielt haben. Mein Vater und mein Onkel haben sich sehr viel aufgebaut. Die Einstellung war immer: anpacken, weitermachen, keine Ausreden suchen und Verantwortung übernehmen. Vieles davon habe ich genauso übernommen. Ich bin früh ins Unternehmen gekommen, habe früh Verantwortung getragen und hatte immer den Anspruch, etwas zu erreichen. Und das ist grundsätzlich auch nichts Schlechtes. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass man sich trotzdem fragen muss, woher dieser eigene Antrieb eigentlich kommt. Will ich das wirklich selbst? Oder mache ich es, weil ich es von meiner Familie so gelernt habe? Weil ich das Gefühl habe, etwas erreichen zu müssen? Oder weil andere erwarten, dass ich irgendwann die Firma übernehme? Gerade als Nachfolger finde ich diese Frage wichtig. Denn am Ende reicht es nicht, einfach die nächste Generation zu sein. Man muss selbst entscheiden, was man daraus machen möchte. Ich habe durch meine Familie unglaublich viel gelernt und bin für vieles dankbar. Gleichzeitig möchte ich meinen eigenen Weg finden. Und dafür gehört auch dazu, die Dinge zu hinterfragen, die man eigentlich immer für selbstverständlich gehalten hat. Ich glaube, genau da bin ich gerade: Ich weiß, dass ich viel von dem mitnehmen möchte, was ich gelernt habe. Aber ich möchte auch herausfinden, was wirklich mein eigener Antrieb ist. Und wahrscheinlich ist das eine Frage, die man sich nicht nur einmal stellt. Manchmal muss man erst verstehen, warum man etwas tut, bevor man entscheiden kann, wohin man eigentlich will.
- LINKEDIN · IMAGESince 13 Oct 2026
Das Striver-Konzept hat mich vor ein paar Monaten auf eine Idee gebracht. Das Thema „Söhne von Einwanderern“ hat mich beschäftigt und irgendwann dachte ich: Eigentlich wäre es spannend, darüber mit Louis Wagner zu sprechen. Louis und ich sind Cousins, beide 26, beide verheiratet, beide haben ein Kind und beide haben schon früh ziemlich viel Verantwortung übernommen. Und trotzdem sind wir beruflich auf zwei komplett unterschiedlichen Wegen unterwegs. Er gründet sein eigenes Unternehmen. Ich übernehme ein bestehendes Familienunternehmen. Eine Generation, zwei verschiedene Wege. Genau darüber wollen wir sprechen. Wie sind wir dort hingekommen, wo wir heute stehen? Was hat uns geprägt? Wie gehen wir mit Verantwortung um? Und was bedeutet es eigentlich, in unserem Alter schon so viel Verantwortung zu tragen? Wir wollen dabei nicht so tun, als hätten wir auf alles eine Antwort. Im Gegenteil. Wir sind selbst noch mitten in diesem Prozess. Deshalb passt der Name „Machen und Werden“ für uns auch ziemlich gut. Wir machen gerade. Wir übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen, bauen etwas auf und versuchen dabei herauszufinden, wer wir eigentlich werden wollen. Und vielleicht ist genau das auch das Spannende daran: Wir wollen unseren Weg ein Stück weit dokumentieren. Nicht erst in zehn oder fünfzehn Jahren zurückblicken, sondern festhalten, wie wir heute denken und wo wir gerade stehen. Wenn wir damit gleichzeitig jemandem etwas mitgeben können, der vielleicht gerade an einem ähnlichen Punkt steht, umso besser. Die ersten Folgen nehmen wir bald auf. „Machen und Werden“ – eine Generation, zwei verschiedene Wege. Bleibt gespannt.
- LINKEDIN · IMAGESince 8 Oct 2026
Was ich aus Niederlagen im Fußball gelernt habe? Eine Niederlage gehört zum Fußball dazu. Die Frage ist für mich eher, was man danach daraus macht. Nach einem verlorenen Spiel bringt es wenig, direkt einen Schuldigen zu suchen. Der Stürmer hätte die Chance verwerten müssen, der Torwart hätte den Ball halten müssen oder jemand hätte früher abspielen müssen. Damit wird das nächste Spiel auch nicht besser. Ich finde es viel wichtiger, sich das Spiel gemeinsam anzuschauen und ehrlich zu fragen: Was haben wir als Mannschaft nicht gut gemacht? Wo hat die Kommunikation nicht funktioniert? Was hätten wir besser lösen können? Und dabei gehört für mich auch dazu, die eigene Leistung zu hinterfragen. Was hätte ich besser machen können? Habe ich selbst eine Situation falsch eingeschätzt? Habe ich vielleicht an einer Stelle nicht genug Verantwortung übernommen? Diese Reflexion ist manchmal unangenehm. Gerade wenn man selbst einen Fehler gemacht hat. Aber genau daraus kann man lernen. Im Unternehmen sehe ich das genauso. Wenn bei einem Projekt etwas schiefläuft, hilft es uns nicht weiter, möglichst schnell herauszufinden, wer daran schuld war. Wir müssen verstehen, warum es passiert ist und was wir beim nächsten Mal anders machen müssen. Für mich bedeutet gute Führung deshalb auch, nach einem Fehler nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern zuerst selbst hinzuschauen. Denn besser wird man selten dadurch, dass man einen Schuldigen findet. Besser wird man, wenn man versteht, was man verändern muss. Wie gehst du mit Niederlagen oder Fehlern um?
- LINKEDIN · IMAGESince 8 Oct 2026
Ich glaube, ich hatte einen ziemlich besonderen Start ins Unternehmertum. Ich bin früh ins Unternehmen gekommen und hatte dadurch die Möglichkeit, über Jahre sehr nah an meinem Vater und meinem Onkel zu lernen. Ich konnte sehen, wie Entscheidungen getroffen werden, wie Verantwortung verteilt wird und was passiert, wenn bestimmte Dinge eben nicht so laufen, wie man sie sich vorgestellt hat. Gleichzeitig hatte ich hier die Möglichkeit, Fehler zu machen, Fragen zu stellen und mir meine eigene Meinung zu bilden. Ich musste nicht mit Anfang 20 schon genau wissen, wie ich einmal ein Unternehmen führen möchte. Mit der Zeit habe ich angefangen, bei vielen Dingen genauer hinzuschauen. Wie konsequent werden Entscheidungen verfolgt? Wo wird Verantwortung abgegeben? Wo wird vielleicht zu viel selbst gemacht? Welche Strukturen braucht ein Unternehmen, damit nicht alles an einzelnen Personen hängt? Und welche Menschen braucht man dafür? Bei manchen Dingen denke ich heute: Das würde ich später genauso machen. Bei anderen weiß ich ziemlich genau, dass ich es einmal anders versuchen möchte. Und genau daraus entsteht für mich langsam mein eigener Blueprint für mein CEO-Dasein. Ich will die Firma später nicht einfach so weiterführen, wie sie heute ist. Ich möchte sie weiterentwickeln. Dafür muss ich aber auch meinen eigenen Weg finden und nicht nur das übernehmen, was ich bisher gesehen habe. Ich weiß gleichzeitig auch, dass ich noch lange nicht alles herausgefunden habe. Wahrscheinlich werde ich bei einigen Dingen irgendwann selbst feststellen, dass mein Vater oder mein Onkel mit ihrer Art vielleicht doch recht hatten. Und bei anderen werde ich merken, dass mein eigener Weg besser zu mir und zur Firma passt. Genau das ist für mich das Wertvolle an den letzten Jahren: Ich konnte lernen, beobachten und mir Gedanken darüber machen, wie ich selbst einmal führen möchte, bevor ich irgendwann komplett auf mich allein gestellt bin. Mein Blueprint ist deshalb noch nicht fertig. Aber er nimmt langsam Form an.
- LINKEDIN · IMAGESince 3 Sept 2026
Ein guter Mitarbeiter ist nicht automatisch für jede nächste Position geeignet. Das klingt vielleicht erstmal hart. Ich finde aber, dass genau diese Ehrlichkeit bei Mitarbeiterentwicklung wichtig ist. Ein Mitarbeiter kann in seiner aktuellen Position hervorragende Arbeit leisten und trotzdem noch nicht bereit für den nächsten Schritt sein. Zum Beispiel, weil bestimmte fachliche Kenntnisse fehlen. Oder weil für die nächste Position andere Fähigkeiten gefragt sind. Vielleicht geht es plötzlich darum, Verantwortung für andere zu übernehmen. Entscheidungen zu treffen. Ein Team zu führen. Oder mit Kunden und Kollegen ganz anders zu kommunizieren. Das bedeutet für mich nicht, dass dieser Mitarbeiter schlecht ist. Im Gegenteil. Es bedeutet, dass man genauer hinschauen muss, was jemand bereits kann und was für den nächsten Schritt noch entwickelt werden sollte. Genau deshalb finde ich es wichtig, Mitarbeitern eine Perspektive zu geben. Wenn jemand mehr Verantwortung übernehmen möchte, sollte die Antwort nicht einfach „ja“ oder „nein“ sein. Sondern eher: Was fehlt dir noch dafür und wie können wir dich dabei unterstützen? Denn am Ende bringt es niemandem etwas, jemanden nur deshalb zu befördern, weil er in seiner bisherigen Position sehr gut war. Der Mitarbeiter wird möglicherweise überfordert. Das Team bekommt eine Führungskraft, die für die Aufgabe noch nicht vorbereitet ist. Und am Ende hat niemand etwas gewonnen. Für mich gehört zu guter Führung deshalb auch, ehrlich über Entwicklung zu sprechen. Auch dann, wenn die Antwort nicht immer die ist, die jemand gerne hören möchte. Was ist für dich bei Mitarbeiterentwicklung besonders wichtig?
- LINKEDIN · IMAGESince 28 Aug 2026
Ich hatte lange keinen Wochenplan. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass mir genau das fehlt. Manchmal bin ich morgens zur Arbeit gekommen und wusste gar nicht richtig, wo ich anfangen soll. Dann arbeitet man den ganzen Tag, ist beschäftigt und hat am Ende trotzdem das Gefühl, nicht wirklich etwas geschafft zu haben. Deshalb habe ich mir inzwischen für die einzelnen Tage einen groben Fokus gesetzt. Am Montag überlege ich mir, was ich in dieser Woche erreichen möchte. Für die einzelnen Tage gibt es dann bestimmte Themen, an denen ich arbeiten möchte. Dabei versuche ich aber, nicht alles komplett durchzuplanen. Denn gerade im Tagesgeschäft kann jederzeit etwas dazwischenkommen. Ein Kunde braucht kurzfristig Unterstützung. Irgendwo gibt es ein Problem. Oder eine Aufgabe taucht auf, mit der morgens noch niemand gerechnet hat. Dann lege ich meinen Plan auch mal zur Seite und kümmere mich darum. Manche Dinge kann man einfach nicht vorhersehen. Vielleicht dauert so eine ungeplante Aufgabe ein paar Stunden. Vielleicht beschäftigt sie einen deutlich länger. Dann ist das eben so. Für mich ist entscheidend, danach wieder zurückzukommen und dort weiterzumachen, wo ich aufgehört habe. Am nächsten Montag schaue ich mir dann wieder an: Was habe ich geschafft? Was habe ich nicht geschafft? Lag es daran, dass ich zu undiszipliniert war? Oder hatte ich einfach keinen guten Plan? Ich glaube, genau diese Reflexion hilft mir dabei, meinen eigenen Arbeitsalltag immer besser zu organisieren. Ich bin da definitiv noch nicht perfekt. Aber ich habe gemerkt, dass ein bisschen Struktur einen großen Unterschied machen kann. Wie organisierst du deinen Arbeitsalltag? Planst du deine Woche im Voraus oder entscheidest du eher spontan, was gerade ansteht?
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