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- LINKEDIN · IMAGESince 23 Oct 2026
"Wir haben gerade keine Zeit dafür." Am liebsten würde ich eine Strichliste führen, wie oft ich diesen Satz höre ... egal ob im Kundengespräch unter vier Augen, im Training oder ganz klassisch im Vertrieb. Eigentlich in fast jeder erdenklichen Situation. Was aber viel schlimmer ist (jetzt kommt meine Sonntags-Erkenntnis der Woche): Ich sage und denke das ständig selbst. Pfff.... Zeit hat ja gefühlt nie jemand. Was der Satz eigentlich meint, ist: "Ich weiß nicht, ob es mir das wert ist, oder ob ich lieber was anderes mache." Und das ist eine völlig berechtigte Frage. Nur ist sie nicht die einzige. Die viel unangenehmeren Fragen lauten doch: Was genau habe ich denn mit meiner Zeit gemacht? Wer war denn der Herrscher meiner Zeit? Ich selbst? Die ungeplante Situation? Der Mitarbeiter, den ein plötzliches Problem überfordert? Letzten Freitag saß ich mit einer sehr erfahrenen Executive-Gruppe bei uns im Training. Das sind die, die Führungskräfte führen. Dass jeder von ihnen einen vollen Kalender hat, brauche ich wohl kaum zu sagen. Und trotzdem nehmen sie sich die Zeit zu verstehen, wie die Welt ihrer Führungskräfte und Mitarbeitenden aussieht. Nicht nur so für einen Tag, sondern für ein ganzes Programm über viele Monate. Mein lieber Mentor Günter Lonnemann sagte mal: "Petra, wer lehrt, lernt zweimal!" Und er hat sooo recht. Denn mein Aha-Moment kam, als einer in der Gruppe erzählte, wie er seine Woche baut. 30 Minuten pro Direct Report. Jede Woche, fester Termin. Die Ebene darunter alle 14 Tage. Nichts Ausgeklügeltes - er hatte das einmal entschieden und macht es seitdem so. Ich habe keine solchen festen Termine. Ich spreche ja ständig mit meinen Leuten, nur eben immer zwischendurch. Das ist nicht dasselbe, und das weiß ich auch. Wie machst du das? Feste wöchentliche Termine mit deinen Leuten oder auch eher immer mal zwischendurch? (Foto: Raimar von Wienskowski)
- LINKEDIN · IMAGESince 23 Oct 2026
Gestern war ich zu Gast in einem Führungstraining eines Marktbegleiters und ich sage das gleich ausdrücklich vorweg: Der Trainer war gut! Richtig gut sogar. Er hatte tolles haptisches Material (sowas lieeeebe ich einfach 😃 ), eine anregende Rhetorik, einwandfreie Didaktik und er war auch keine Sekunde langweilig. Ich habe einiges mitgeschrieben... denn ich "weiß, dass ich nichts weiß" und meine Lernsynapsen sind immer angeswitcht. Es ging um Positive Leadership, den Mitarbeiter zu sehen und ihm Sinn zu geben. Um die Ebenen von Führung usw. Sehr selbstbewusst vertrat der Trainer, was eine Führungskraft hier alles leisten muss, damit "die Mitarbeiter bleiben". Bekannte Modelle und diese richtig schön aufbereitet. Am Ende fragte ich ihn dann, eigentlich aus reiner Neugier: "Sag mal, wie groß ist eigentlich dein Team? Wie viele Leute führst du?" Pause. Ich hatte den Eindruck, diese Frage mochte er nicht. Ich will hier überhaupt niemanden vorführen! Wie ich sagte: Der Mann war gut und ich habe gelernt. Und trotzem ließ mich gestern Abend dieser Gedanke nicht los, dass es genau an dieser Stelle nämlich für die meisten Führungskräfte erst anfängt! Was macht man denn als Führungskraft, wenn man brav den Empfehlungen folgt, Zugehörigkeit, Wertschätzung und Sinn gibt, Freiheit zur Selbstgestaltung der Aufgaben, Führung über Sinn, Strategie und Ziele... und die Ergebnisse nicht erreicht werden? Hier beginnt es doch wirklich, oder? Wir brauchen in der Führungsentwicklung sehr viel ECHTES LEBEN und Lösungsräume, die wir als Führungskräfte betreten können, um unsere eigenen Probleme zu betrachten und zu lösen. Ich habe selbst ja auch mal als Solopreneur gestartet... aber heute mit einem eigenen Team, das geführt werden muss, sehe ich auf viele Situationen aus Trainings mit einer völlig praxisbezogenen und stark erweiterten Perspektive. Mit allen Fehlern, Erkenntnissen und Herausforderungen als Unternehmerin und Führungskraft, die sowas mit sich bringt. Wahrscheinlich ist es genau das, was meiner Arbeit eine echte Tiefe gibt. Das merken unsere Teilnehmer. Eigentlich bin ich auf diese Wahrhaftigkeit auch ein bisschen stolz...
- LINKEDIN · IMAGESince 21 Oct 2026
So ein Bürotag ist „unsichtbare Arbeit“ und das geht nur, wenn an so einem Tag niemand was von mir will. Da brauche ich totalen Fokus. Kein Seminar, kein Kunde, kein Meeting oder Mitarbeitergespräch. Das ist nämlich genau der Tag, an dem sich entscheidet, ob das nächste Kundenprojekt oder Seminar richtig gut wird. Auf dem Foto sitze ich an meinem Schreibtisch, Hafen im Rücken, Papierstapel links und rechts. 😂 („Danke“ Arthur Heinitz, für den „hinterhältigen Schnappschuss“ im unaufgeräumten Büro 😜😎🫣!) Da mache ich zum Beispiel Nachbereitung vom letzten Trainingstag, Vorbereitung für den nächsten, zwei Angebote, die raus müssen, Orga, Berichte, usw. Nichts davon sieht nach Führungskräfteentwicklung oder Führungsalltag aus. Ist es aber. Auf LinkedIn sieht man ja Trainer meistens im Seminarraum „in Action“ mit lächelnden Teilnehmenden und so. Das ist aber lediglich die Spitze des Eisbergs. Der „größte Teil Berg“ darunter sieht so aus wie hier - bei mir jedenfalls. Vielleicht bin ich etwas perfektionistisch. Und ja: ich treffe immer wieder mal auf Kollegen, die mich für meine intensive Vorbereitungen etwas mitleidig belächeln… Aber unsere Kunden sollen das Beste von uns bekommen, was geht! Wer diesen „unteren Berg“ nicht ernst nimmt, liefert meiner vollen Überzeugung nach im Seminar nur Standardware oder bleibt an Oberflächlichkeit hängen. Das bin ich einfach nicht. Ich will immer Tiefe, egal ob in persönlichen Gesprächen oder im Fulfillment. Ich nehme mir also diese Tage. Nicht, weil ich so diszipliniert bin, sondern weil ohne sie gute Führungsentwicklung nicht nachhaltig funktioniert. Wenn du das hier als Teilnehmender von uns liest… merkt man das von „der anderen Seite“ eigentlich?
- LINKEDIN · IMAGESince 21 Oct 2026
Führungskräfte, die ihrem Team sehr viel Freiheit geben, meinen es oft gut. Ich selbst habe einen großen Freiheitsdrang. Ich arbeite gerne kreativ, selbstbestimmt, autonom. Lange Zeit habe ich genau das auch meinem Team angeboten, weil ich dachte: Das ist doch wertschätzend. Dann kam eine Erkenntnis, die mich wirklich getroffen hat. Es gibt Menschen, die wollen das gar nicht. Die wollen wissen, was sie tun sollen. Mit einem klaren Rahmen. Einem klaren Ende. Kein Mitdenken, kein Kreativdenken, kein offenes Spielfeld. Und das ist überhaupt keine Schwäche. Das ist einfach, wie sie am besten arbeiten. Meine eigene Komfortzone ist nicht automatisch die des Teams. Das gilt für mich genauso wie für viele Führungskräfte, mit denen ich arbeite. Wer selbst sehr autonom tickt, überträgt das leicht auf andere. Und denkt dabei, er tut ihnen etwas Gutes. Führung beginnt damit zu erkennen, wie man selbst tickt. Erst dann kann man wirklich sehen, was das Gegenüber braucht. Hast du auch schon mal gemerkt, dass du deine eigene Komfortzone auf andere überträgst?
- LINKEDIN · IMAGESince 21 Oct 2026
Es gibt so einen Satz, den man eher selten hört, wenn Führungskräfte aufeinandertreffen. Wenn überhaupt, dann in der Kaffeepause. „Ich verstehe das selbst nicht so richtig…. mit unserer Strategie." In vertrauensvollen Räumen unserer Seminare höre ich den aber schon manchmal. Und zwar gar nicht von Berufsanfängern, sondern von Leuten, die eine halbe Stunde vorher noch sehr souverän erklärt haben, wo die Firma nächstes Jahr steht. Dann Pause, Kaffee, und plötzlich steht jemand neben mir und sagt leise: „Petra, ehrlich, ich kapier das selbst nur so halb. Aber das kann ich doch vor meinen Leuten nicht sagen.“ Doch. Kannst du. Finde ich jedenfalls. Ich weiß, wie sich das anfühlt, ich bin ja auch nicht als Chefin auf die Welt gekommen. Man hat die Verantwortung, also hat man gefälligst auch die Antworten. So denken viele „da oben“ und so kommt es dann auch rüber. Nur: Der Satz bleibt ja nicht bei dir. Wenn du oben so tust, als hättest du alles im Griff, dann lernt dein Team ziemlich schnell, dass Fragen hier nicht so gern gesehen sind. Also fragt keiner mehr. Also nickt jeder. Und jeder wurschtelt sich allein durch bei der neuen Software, beim Zahlenkram, bei der Strategie, die angeblich alle verstanden haben. Die Rechnung kommt später. Und die ist immer teurer als eine blöde Frage im Meeting. Was ich den Leuten in der Pause dann sage: „Du selbst musst das ja gar nicht alles im Detail verstehen. Du musst aber dafür sorgen, dass es JEMAND versteht. Und dass alle wissen, wer das ist. Das ist dein Job... und nicht alles zu wissen.“ Klingt banal. Ist aber emotional entlastend, wenn man es mal ausspricht und verinnerlicht. Und wenn ich das so sage, entspannen sich die Schultern bei meinem Gegenüber und sie oder er nickt „Ja. Stimmt eigentlich auch.“ Führung ist eben keine Persönlichkeitsfrage, sondern eine Fertigkeit. Und dazu gehört auch, mal zu sagen: „Weiß ich nicht. Wer kann hier helfen?“ Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Wie heißt es so schön? „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
- LINKEDIN · IMAGESince 21 Oct 2026
Wie fühlt sich denn "Undercover Boss" an...? 😎 Na jaaaa... stimmt nicht so richtig, denn ich war ja sehr sicht- und erkennbar 😉 Aber letzte Woche habe ich mich als Teilnehmende in unser Training gesetzt und mit den anderen acht zusammen reflektiert, diskutiert und Aha-Momente gehabt. Die Gruppe bestand aus acht oberen Führungskräften, bzw. Unternehmensinhabern. Also diejenigen, die "die Führungskräfte führen". Es sind die Vorgesetzten von den Trainingsteilnehmern, die bei uns die 360°-Führung-Jahresausbildung durchlaufen. DAS ALLEIN ist schon mal grandios! Viele Jahre haben wir von unseren Teilnehmern nämlich als eins der häufigsten Kommentare bekommen: "Es ist so klasse, was ich hier mitnehme und lerne... aber DIE DA OBEN, die sollten hier eigentlich auch sitzen". Und diese Gruppe hier setzt genau das um. Sie erfahren, was ihre Führungskräfte bei uns im Training lernen. Sie reflektieren, wie sie ihre Führungskräfte dabei unterstützen können, das im Alltag in die Organisation zu übertragen. Sie tauschen sich in einem Kreis aus, wo die anderen die Themen aus derselben "oberste Verantwortung-Perspektive" verstehen können und das in einer Atmosphäre, wo man gegenseitiges Feedback annehmen kann. So wird aus einer "wir müssen mal unsere Führungskräfte schulen" eine völlig andere Haltung. Hier wird nachhaltig eine Organisation entwickelt - über alle Ebenen. Und was habe ich im Seminar gelernt? Zum einen, wie wirkungsvoll und zeitgemäß unser Programm ist. Zum anderen, dass Thilo Jeske ein großartiger Trainer ist, der sowohl ein tiefes Führungswissen hat und den Trainierenden Raum für eigene Gedanken gibt. Aber das wichtigste war mal wieder: "Ich weiß, dass ich nichts weiß" und dass die eigene Entwicklung als Führungskraft ein nie endender Prozess ist - definitiv kein "Seminar-Event". Jemand, der behauptet er wisse das schon alles, weil er mal ein Seminar besucht hat... der muss wohl ein echtes übermenschliches Genie sein. Oder ignorant. Oder überheblich. Oder... was sonst? Was denkst du? Welche Gründe könnte es geben, dass sich eine Führungskraft denn nicht weiterentwickeln will?
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